Naturseife aus Handarbeit

Aus Liebe zum Rohstoff:

Wie Seifen aus Fensterbach die Welt erobern

Als “hollywoodreif” betitelte eine Regensburger Lokalzeitung die Erfolgsgeschichte von Dr. Röskas Seifenmanufaktur. So weit muss man gar nicht gehen, um dem Erfolgsrezept des Ehepaares Röska auf die Schliche zu kommen. Traditionelle Handarbeit, natürliche Zutaten und der vollständige Verzicht auf künstliche Zusätze schaffen ein Produkt, dem man die Hingabe seiner Erzeuger ansieht.

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne”. Dieser Ausspruch von Hermann Hesse könnte nicht besser auf das Seifensieden anzuwenden sein. Anfangs von Ulrike Röska als reines Hobby betrieben, sprang die Leidenschaft schnell auf ihren Mann über. Der Geruch, die edle Optik und der handwerkliche Anspruch überzeugten Günther Röska schnell, sich an der Herstellung der Naturseifen zu beteiligen – und aus dem Hobby einen kleinen Betrieb zu machen. Die Verbindung aus der Liebe zu natürlichen Rohstoffen und dem technischen Know-How, das Günther Röska aus dem Ingenieurberuf mitbrachte, bildete die Basis für eine seitdem über 15 Jahre währende Erfolgsgeschichte.

Dass ein naturwissenschaftlicher Hintergrund und das Seifensieden durchaus zusammen passen, überrascht nur auf den ersten Blick: schließlich geht es darum, das richtige Verhältnis von mehr als 30 verschiedenen Basisölen zu Natronlauge, ätherischen Ölen, Farben, Früchten, oder gar Honig oder Ziegenmilch zu finden. Die haargenaue Dosierung der einzelnen Bestandteile ist eine Wissenschaft für sich. Und auch das Timing ist ein wichtiger Erfolgsfaktor: Wann natürliche Stoffe wie Honig, Heilpflanzen oder Früchte zum richtigen Zeitpunkt hinzugegeben werden, entscheidet das maßgeblich über Konsistenz, Haptik und den Geruch der Seife.

„Bei der Herstellung von Seifen kommt es auf die genaue Dosierung der unterschiedlichsten Fette, Öle und Zusatzstoffe an. Alles muss auf das zehntel Gramm stimmen und zum richtigen Zeitpunkt gemischt werden“, betont Günther Röska. Dafür habe er sogar eigens ein Programm entwickelt, das ihm hilft, neue Ideen zu entwickeln und optimale Verhältnisse zu erforschen.

Im Gegensatz zu konventionellen Seifen verwenden die Röskas keine billigen Tierfette, sondern rein natürlich Pflanzenöle, z.B. Rosen-, Avocado, Mandel- oder Aprikosenöl. Hier findet sich auch der Hauptunterschied zu herkömmlichen Seifen aus dem Einzelhandel. Die dort eingesetzten Tierfette, z.B. als Nebenprodukt der Massentierhaltung, bewegen sich preislich auf einem historischen Tief, während ein Fläschchen Rosenöl aus dem afghanischen Hochland für 2500 Euro zu haben ist. Andere, noch seltenere Öle, kosten auch schon mal gerne bis zu 5000 Euro.

Dass aus tierischen Fetten zwar Seifen hergestellt werden können, aber eben keine hochwertigen Kosmetika, das wusste bereits der Sonnenkönig Ludwig XIV., der zu Lebzeiten gar ein “Reinheitsgebot” für Seifen erließ, das bei der handwerklichen Seifenherstellung immer noch Beachtung findet. Nach diesem Reinheitsgebot durften im handwerklichen Kaltverseifungsverfahren ausschließlich natürliche Öle (früher meist Olivenöl) Verwendung finden. Die Seifenproduktion mit natürlichen, pflanzlichen Fetten war also lange Zeit die Regel und erst mit der Industrialisierung fanden tierische Fette in großem Stil Eingang in die Seifenproduktion.

Was industrielle von handwerklicher Seife unterscheidet

Industrielle Seifen auf Basis von tierischen Fetten unterscheiden sich vor allem in einem Punkt von Naturseifen: Sie bestehen aus einer einzigen Grundseife, der dann verschiedene Aromen, künstliche Konservierungsmittel, Duftstoffe und Tenside beigefügt werden.

Dadurch entsteht ein standardisiertes Produkt, das allerdings nur bedingt auf das individuelle Pflegebedürfnis der verschiedenen Hauttypen eingeht. Industrielle Seifen entfernen zwar den  Schmutz auf der Haut, greifen aber zusätzlich auch den natürlichen Fettfilm an, der die Haut vor äußeren Einflüssen schützt. Bei häufigem Waschen droht dieser Fettfilm durch die Seife angegriffen zu werden. Das Ergebnis ist ein erhöhtes Risiko von spröder und rissiger Haut.

Bei Dr. Röska’s Naturseifen besteht allein die Grundseife aus mehreren natürlichen Ölen, die alle im Kaltverseifungsverfahren hergestellt werden. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass das naturgemäß in den Basisrohstoffen enthaltene Glycerin in der Seife bleibt und bei der Anwendung nach und nach an die Haut abgegeben wird. Die Haut wird so vor einer Austrocknung geschützt. Damit sorgen Naturseifen neben der Reinigung der Haut auch für die richtige Pflege – ganz nach den individuellen Bedürfnissen des Anwenders.

Außerdem eignen sich natürliche Seifen (z. B. Olivenölseifen) sehr gut für Allergiker, da die wenigsten Menschen sensibel auf natürlichen Fette reagieren, sehr wohl aber auf synthetische Tenside, die als Allergene weit verbreitet sind. Die Seifenmanufaktur Dr. Röska reagiert auf diese Nachfrage mit eigenen Kreationen für Allergiker, die sogar für Kunden mit Neurodermitis geeignet sind.

Gute Seifen brauchen Zeit

Jede Seife aus dem Hause Röska wird von Hand aus verschiedenen pflanzlichen Fetten und Ölen gemischt − von Avocado-Öl über Kakaobutter bis hin zu Weizenkeim-Öl und mit erlesenen Zutaten wie Blüten, Getreideflocken, Kräuter, Obst, Honig oder Algen abgerundet. 

Im Gegensatz zu konventionellen Seifen verwenden die Röskas keine billigen Tierfette, sondern rein natürlich Pflanzenöle, z.B. Rosen-, Avocado, Mandel- oder Aprikosenöl. Hier findet sich auch der Hauptunterschied zu herkömmlichen Seifen aus dem Einzelhandel. Die dort eingesetzten Tierfette, z.B. als Nebenprodukt der Massentierhaltung, bewegen sich preislich auf einem historischen Tief, während ein Fläschchen Rosenöl aus dem afghanischen Hochland für 2500 Euro zu haben ist. Andere, noch seltenere Öle, kosten auch schon mal gerne bis zu 5000 Euro. 

Die Röskas verzichten bei der Produktion ihrer Naturseifen auf Konservierungsmittel und synthetische Zusatzstoffe. Durch das Kaltsiedeverfahren bleiben Vitamine, Glyzerin und Mineralien weitgehend erhalten. Die fertig gemischten Seifen lagern anschließend in großen langen Holzkästen, in denen der Reifeprozess vollzogen wird. Die ersten Seifen sind nach vier bis sechs Wochen fertig, andere Sorten reifen bis zu 12 Monate.

Das Geheimrezept? Die Freude am Experimentieren

Jedes Produkt aus dem Hause Röska ist ein Unikat. Doch mindestens genauso wichtig wie das Rezept ist laut Dr. Röska auch die Herstellungsmethode: „Es kommt sehr auf das Know-How an. Wenn sie ein Rezept von Alfons Schuhbeck nachkochen, schmeckt es schließlich auch nicht so, als wenn der Schuhbeck selber kocht.”

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist laut Röska außerdem die unablässige Lust auf Neues, denn nach 15 Jahren Seifenherstellung ist die Kreativität des Ehepaares noch lange nicht erschöpft. Auf diese Weise bringt die Fensterbacher Seifenmanufaktur immer wieder neue Kreationen hervor. So wurden in den letzten Jahren u.a. eine besonders pflegende Rasierseife, Shampooseife für fülliges Haar, Seife für besonders empfindliche Haut, Seife zum Abschminken, Seife für die intensive Reinigung nach der Gartenarbeit oder auch Seife für die Fellpflege von Hunden in das Sortiment aufgenommen.

Mittlerweile verkauft Dr. Röska mehr als 40 verschiedene Seifen. Als Topseller gelten die Sorten „Aprikoserl“, „Gärtnerliebe“ oder „Cleopatra”. Das reichhaltige Angebot kommt beim Kunden an: Letztes Jahr konnte das Ehepaar Röska über 40.000 Seifen in alle Welt verkaufen. 

Selbst in Korea und China kennt man die beiden Oberpfälzer und ihre Seifen bereits. Die Kunden in den verschiedenen Ländern haben dabei ganz unterschiedliche Vorlieben: Auf dem chinesischen Markt ist z.B. die Sorte „Ziegensahne” besonders beliebt.

Doch egal in welchem Land und für welche Anwendung: Alle Seifen von Dr. Röska eint die Liebe zu den natürlichen Rohstoffen und ein Herstellungsprozess, der Qualität vor Masse stellt. Die wachsende Fangemeinde gibt dem Ehepaar recht.

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